Naives Abwehrverhalten und Unvermögen in der Offensive – macht in der Summe erneut eine unnötige Heimniederlage gegen einen defensivschwachen Gegner.
Bereits in der 1. Minute hatten wir die große Chance zur Führung; Ian Barnehl profitierte von einem Fehlpass der Gäste, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Besser machten es die Gäste, die mit einem abgefälschten Schuss die Führung erzielten (12.). In der 23. Minute konnte der Gästekeeper den Schuss von Ian Barnehl nach Flanke von Steffen Bollin parieren. Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern gelang Croatia der zweite Treffer, bei dem die Mauer unserer SG generös den Weg frei machte (33.). Sechs Minuten später versenkten die Gäste den nächsten Freistoß aus 20 Metern wiederum im Toreck zum 0:3, bei dem Torhüter Winterhalder erneut nicht reagierte. Kurz vor der Pause wurde Ian Barnehl im Strafraum gefoult; den fälligen Elfmeter verwandelte er sicher ins Toreck zum 1:3-Pausenstand nach einer schwachen ersten Hälfte unserer SG, bei der die Mannschaft zu keiner Zeit an die guten Leistungen der vergangenen beiden Partien anknüpfen konnte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte war unsere SG endlich wach und setzte die nicht sattelfeste Abwehr der Kroaten mächtig unter Druck. Im Minutentakt ergaben sich hochkarätige Torchancen. Nach einem Freistoß traf Julian Wick aus 5 Metern den Ball nicht richtig, bei der anschließenden Ecke verfehlten zwei Tewa-Spieler freistehend den Ball (47.). Pech hatte Steffen Bollin, dessen Schuss aus 16 Metern an die Latte krachte (51.). Wieder zwei Minuten später setzte sich Ian Barnehl außen gut durch und passte quer auf Björn Köberlin, der knapp am Tor vorbei schoss. Den Schuss von Leonard Jenz aus 14 Metern konnte der Gästekeeper per Faustabwehr klären. Mitten in der Drangperiode gelang den Gästen mit der ersten Offensivaktion das 1:4. Ilak setzte sich gegen die viel zu passive Abwehr durch und traf mit einem nicht unhaltbaren Schuss ins kurze Torwarteck (58.). Unserer SG muss man zugutehalten, dass sie sich trotz des deutlichen Rückstands noch nicht geschlagen gab.
Die nächste Großchance vergab Ian Barnehl, der aus 3 Metern den Ball nicht im Tor unterbringen konnte (61.). Mark Zeller (67.) vergab die nächste gute Einschussmöglichkeit. Bei der folgenden Ecke von Steffen Bollin stand er jedoch am langen Pfosten goldrichtig und bugsierte den Ball aus kurzer Distanz zum 2:4 ins Netz (68.). Danach waren wir nummerisch in Überzahl, da ein Gästespieler nach dem zweiten Treffer wegen Meckerns die gelb-rote Karte sah (69.). in der Folge drängten wir auf den Anschlusstreffer. Mark Zeller konnte eine gute Kopfballchance nicht verwerten (76.). Zum Entsetzen der Zuschauer und Spieler entschied der Schiedsrichter bei einem ganz normalen Zweikampf im Gästestrafraum auf Foulspiel, wodurch der vermeintliche Anschlusstreffer für unsere SG aberkannt wurde. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Kroaten waren wir in der Abwehr erneut im Tiefschlaf; zunächst unterliefen wir einen langen Ball und gaben dem Stürmer danach nur freundlichen Geleitschutz, anstatt ihn konsequent zu attackieren. Muhovic ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 2:5 (84.).
Dennoch war die Partie gegen die defensiv anfälligen Gäste noch nicht entschieden. Ian Barnehl traf bei der nächsten Großchance nur den Pfosten (86.). Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern gelang Björn Köberlin das 3:5 (88.). Nach einer scharfen Hereingabe von Björn Köberlin erzielten wir durch ein Eigentor der Gäste aus dem Gewühl heraus das 4:5 (90.+3). Unrühmlicher Höhepunkt der Partie war die rote Karte gegen die Gäste in der 94. Minute nach einem hässlichen Foul an Björn Köberlin, der daraufhin verletzt den Platz verlassen und im Krankenhaus behandelt behandelt werden musste. Letztlich gelang uns der Ausgleich nicht mehr, so dass eine erneute Heimniederlage hinzunehmen war. Dies ist umso bitterer, zumal trotz der viel zu vielen Gegentore gegen die löchrige Abwehr der Gäste dennoch ein Sieg oder zumindest ein Unentschieden möglich und auch verdient gewesen wäre, wenn die zahlreichen guten Einschussmöglichkeiten nur halbwegs genutzt worden wären. Positiv zu bewerten ist die Moral der Mannschaft, die trotz deutlichem Rückstand in der Schlussphase alles versuchte, um noch den Ausgleich zu erzielen.
Die nächste Chance, es besser zu machen, bietet sich unserer SG am kommenden Sonntag beim Gastspiel auf dem Sportplatz in Schlatt u.Kr. gegen Rinia Singen. Um nicht auf einen Abstiegsplatz zu rutschen, ist hier dringend ein Erfolgserlebnis vonnöten. Bis dahin gilt es, die Wunden zu lecken, die Fehler zu minimieren und die Chancen effizienter zu nutzen.
Tore: 0:1 (12.) Zecevic, 0:2 (33.) Curkovic; 0:3 (39.) Zecevic, 1:3 (41.) Ian Barnehl (FE.), 1:4 (58.) Ilak, 2:4 (68.) Mark Zeller, 2:5 (84.) Muhovic, 3:5 (88.) Björn Köberlin, 4:5 (90.+3) Eigentor
Besondere Vorkommnisse: gelb-rot (69.), rot (94.) jeweils gegen Croatia Singen
Schiedsrichter: Holger Kostenbader – Zuschauer: 100
Autor: R. Maus

